Was wir glauben

Eines der größten Probleme des Christentums ist seine Zerstrittenheit. Der Teufel hat es verstanden, die Fleischlichkeit, das Betonen spezieller geistlicher Wahrheiten aus dem Wort Gottes, unzureichende geistliche Reife und den Mangel an Hingabe auszunutzen, um Spaltungen, Streit und Verwirrung zu verursachen. Diese selbst wurden zur Ursache für das Entstehen verschiedener christlicher Prägungen, Konfessionen und Denominationen. Die Abspaltung der Christenheit von ihren jüdischen Wurzeln war der erste bedauernswerte Schritt in diese falsche Richtung.

So ist es zur gängigen Praxis geworden, bei der Begegnung eines Glaubensbruders oder einer Glaubensschwester zuerst zu fragen, welcher Konfession oder Denomination er oder sie angehört. Das Interesse gilt dem Einssein in speziellen geistlichen Wahrheiten. "Bist du auch evangelisch?" hört man vielleicht fragen. Oder: "Ich gehöre zu den Baptisten" kann eine Antwort lauten. "Nein, ich bin nicht charismatisch", sagt der "Bibeltreue" aus der Brüdergemeinde. Das Problem bei dieser Sache ist, daß man versucht, eine Person in eine spezielle Glaubensschublade einzusortieren. Bei Gott aber zählen diese Dinge nicht. Bei Ihm zählt nur eines: Bist du von neuem geboren? Hast du Jesus, den Messias, als Erlöser und Herrn angenommen? Und: Bist du bereit, ihm kompromisslos zu folgen? Ein Bekehrungserlebnis oder ein Lebensübergabegebet allein reichen hierfür nicht aus.

Wir vertreten deshalb nicht ein übliches Glaubensbekenntnis, das man an dieser Stelle vielleicht erwarten möchte. Wir selbst verstehen uns als Glieder des Leibes Jesu, die bereit sein wollen, das eigene Leben hinzulegen, um im Dienst für ihn Frucht für die Ewigkeit zu bringen. Unser Herzensanliegen ist die Ausbreitung des Evangeliums, das besagt, daß es allein Rettung im Messias Jesus, dem Sohn Gottes, gibt. Sein Sterben am Kreuz und Seine Auferstehung sind das Fundament unseres Glaubens und unserer Errettung; unsere konsequente Nachfolge, Tag für Tag, das sichtbare Zeichen und die Antwort unseres Glaubens.

Vor Gott zählen nicht unsere Worte, sondern unser Leben. Lippenbekenntnisse haben keinen Wert, wenn sie nicht das Siegel des Lebens tragen. Ein solches Leben aber gibt es nur durch Hingabe an den Willen Gottes. Das Kreuz auf sich zu nehmen und den Weg der Nachfolge Jesu zu gehen, ist der einzige Weg, der zum (erfüllten) Leben führt. Dieser Weg gilt gleichermaßen für Juden wie Nichtjuden. Kein Jude kommt in den Himmel, der nicht von neuem geboren ist - ebenso auch kein Nichtjude. Doch durch die Erlösung, die in Jesus, dem Messias, ist, gibt es ewiges Leben für beide. Was sie eint und im Glauben eins macht, ist die neue Geburt und die Nachfolge Yeshuas / Jesu. Wenn er das Zentrum ist und er das Fundament unserer Erlösung, sind wir ein Leib, ein neuer Mensch, eine neue Schöpfung in ihm. Und da ist nicht mehr Grieche noch Jude, Beschneidung oder Unbeschnittenheit, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern der Messias alles und in allen (vgl. Kolosser 3, 11).

 
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