Das Missionsteam

Die Teammitglieder unserer Mission kommen aus ganz verschiedenem geistlichen Hintergrund. Manche haben die ersten Schritte ihres Glaubens in der evangelischen Kirche getan. Manche kommen aus baptistischem Hintergrund. Andere wiederum sind in pfingstlicher Tradition gegründet. Eines jedoch ist allen gemeinsam: sie haben alle ein missionarisches Herz und wollen die Botschaft vom Reich Gottes in dieser Welt ausbreiten.

Während es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, Jesus Christus mit dem Leben im persönlichen Umfeld zu bezeugen, ist es für eine evangelistische oder missionarische Tätigkeit heute unabdingbar, eine solche Aufgabe als Team zu erfüllen. Jünger Jesu sind nun einmal keine Einzelkämpfer. Dies kann man schon daran erkennen, daß Jesus die ersten Jünger immer zu zweit ausgesandt hat. Wenn einer der beiden mutlos war, konnte er vom anderen geistlich gestärkt werden. Auch ist es etwas anderes, einen Bruder oder eine Schwester neben sich zu haben, wenn man Zeugnis gibt. Wie schnell ist man doch von Menschenfurcht befallen, wenn man das Evangelium verkündigen will. In größeren Veranstaltungen aber, insbesondere wenn es darum geht, Evangelisationen oder missionarische Zusammenkünfte abzuhalten, braucht es in der Regel ein Team, welches sich für diese Tätigkeit einsetzt. Es braucht eine intensive Gebetsvorbereitung und -begleitung. Es braucht helfende Hände in jedem Bereich. Oft ist man geneigt, nur auf den Verkündiger zu sehen , der die Botschaft während der Veranstaltung bringt. Doch gibt es meistens eine große Zahl von Aufgaben, die nicht im Rampenlicht durchgeführt und darum gerne übersehen werden.

Für jeden, der ein Jünger Jesu sein will, ist ein Dienst in einem Team eigentlich ein "Muß". Die Jüngerschaft lernt man nicht theoretisch vom Papier. Die Jüngerschaft will in der Praxis und im Leben angewandt sein. Christlicher Glaube bedeutet eben nicht nur, einer bestimmten Theologie anzuhängen und eine bestimmte Lehre zu vertreten. Jesus nachzufolgen bedeutet vielmehr, einen in Liebe tätigen Glauben zu haben. Es geht darum, Frucht zu bringen. Jesus hat ganz bewußt einen Kreis von Jüngern aus der Welt herausgerufen, um ihnen eine gemeinsame Aufgabe anzuvertrauen. So wie es damals war, so ist es auch heute.

Oftmals stellt der Herr ganz unterschiedliche Leute in einem Team zusammen, welche sich auch oftmals zuvor nicht gekannt haben und so entsteht ein Kreis, in dem es gilt, Anfechtungen und Probleme zu überwinden. So wie damals die Steine zum Tempelbau im Steinbruch gehauen und zubereitet wurden, um dann ohne Werkzeug in die Tempelmauer eingefügt zu werden, so müssen auch heute noch die lebendigen Steine zubereitet werden, um dann im Tempel der Gemeinde ihren Platz zu finden. Diese Zubereitung geht immer mit der Zubereitung des Charakters eines Menschen einher. Denn in erster Linie geht es Gott nicht darum, was du leistest, sondern wer du bist. Ihn interessieren die Haltungen deines Herzens mehr, als das, was du für ihn tust. Wenn wir Frucht nach außen bringen wollen, darf dies nicht auf Kosten der Frucht nach "innen" geschehen. Gott möchte jeden Einzelnen, der Jesus nachfolgt, zubereiten, ihn in seinem Wesen, in seinen Haltungen verändern und prägen und in das Bild seines Sohnes umgestalten. Die beste Möglichkeit, bei der das geschehen kann, ist es, in ein Team eingebunden zu sein. Nur da, wo die Geschwister mit ihren Ecken und Kanten, mit ihren Fehlern und Unzulänglichkeiten zusammen sind, kann ein solcher Prozeß des Abschleifens und der Veränderung stattfinden. Darum ist es in erster Linie wichtig, daß jeder Gläubige einer Gemeinde oder Kirche angehört. Will man jedoch in Jüngerschaft reifen, ist es von Vorteil, in ein Team eingebunden zu sein, das ganz bewußt dienen will.

Als die Gründerin unserer Arbeit, Gabriela Cruz, im Jahre 1997/98 nach Altenburg kam, war dies genau ihr Ziel. Sie wollte Jüngerschaft für die anbieten, die ein Herz hatten, zu dienen. Viel zu schnell begnügen wir uns damit, sonntags in den Kirchbänken zu sitzen und vergessen den Auftrag, den Jesus uns gegeben hat: "Gehet hin in alle Welt...".
Weil wir als Einzelne Interesse daran hatten, uns zurüsten zu lassen, schlossen wir uns der Missionarin Cruz an und begannen in ganz einfachen Dingen dem Herrn zu dienen. Nach und nach kamen neue Geschwister hinzu, andere wiederum verließen uns, und aus diesem Prozeß heraus ist das heutige Team mit der Altenburger Mission entstanden. Wir sind immer noch auf dem Weg und Lernende und hin und wieder gibt es Schwierigkeiten zu überwinden. Doch Eines ist uns gemeinsam: wir wollen es lernen, den eigenen Wünschen, Plänen und Zielen zu sterben, damit wir Jesus ganz für die Ausbreitung seines Reiches zur Verfügung stehen.

 
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