Unser Dienst

Die missionarischen Bestrebungen, die unser Missionswerk verfolgt, sind aus dem Dienst der amerikanischen Missionarin Gabriela Cruz entstanden. Sie ist Leiterin des Missionswerkes "My Brother's Keeper", welches Teil der "Trinity Church" in St. Louis / Missouri ist und zum Verband der "Assembly of God" - Gemeinden in den USA gehört. Im Jahre 1997/98 bekam sie vom Herrn den Auftrag, in Deutschland unter Juden zu arbeiten. Ihr Ziel war es, den jüdischen Menschen aus den Ostblockstaaten das Evangelium vom Messias Yeshua / Jesus zu verkündigen. Der Herr legte ihr aufs Herz, nach Altenburg / Thüringen zu kommen, um hier interessierte Christen für diesen Dienst zuzubereiten. In der Folge entstand eine kleine christliche Gemeinschaft, die begann, die jüdischen Menschen in den Aussiedlerwohnheimen zu besuchen und persönliche Kontakte zu pflegen. Aus diesen Anfängen ist die Arbeit des jetzigen Missionswerkes entstanden. Folgende Aufgaben sind Teil unseres Dienstes:

Erstens: Jüdisch-messianische Shabbat-Veranstaltungen

Es ist uns ein Anliegen, Christen mit den jüdisch-messianischen Wurzeln ihres Glaubens vertraut zu machen. Jesus Christus war Teil des jüdischen Volkes. Er wurde als Jude in diese Welt geboren und mit dem Evangelium zunächst zu seinem Volk, den Juden, gesandt. Aus dem Lauf der Kirchengeschichte wird deutlich, daß die jetzige Form des Christentums seine jüdischen Wurzeln weitgehend abgestreift und damit auch einen Großteil von Glaubenswahrheiten verloren hat. Nur aus diesem Grund konnte auch ein Großteil heidnischen Brauchtums innerhalb der Christenheit wieder Fuß fassen. Das Osterfest zum Beispiel ersetzte das Passahfest und das Fest der Erstlingsfrucht. Feste, welche die ersten Jünger Jesu regelmäßig feierten. Das Fest der Erstlingsfrucht war der Zeitpunkt der Auferstehung Jesu, so wie es auch im Römerbrief beschrieben ist, daß er als der Erstling unter vielen Brüdern von den Toten auferweckt worden ist. Die Feste des Herrn, die nach dem dritten Buch Mose dem Volk Israel anvertraut wurden, damit sie als ewige Ordnung vom jüdischen Volk gehalten werden sollten, sind allesamt mit einer prophetischen Bedeutung auf den Messias versehen. Diese Feste finden ihre Erfüllung in Jesus Christus, der als Erlöser in diese Welt kam. Durch das Abhalten jüdisch-messianischer Shabbat-Feiern oder der biblischen Feste selbst möchten wir auf diese Wurzeln des christlichen Glaubens und auf das Einsseins mit jüdisch-messianischen Gläubigen in der Jüngerschaft Jesu hinweisen.

Zweitens: Evangelisation allgemein

Wir sehen das Bedürfnis, gerade hier in den neuen Bundesländern, Menschen mit der Botschaft des Evangeliums zu erreichen. Durch die Zeit der SED-Diktatur wurde ein Großteil der evangelischen Traditionen Ostdeutschlands zunichte gemacht. Die Wahrheit des Evangeliums wurde eingetauscht gegen einen sozialistischen Atheismus, mit dem aber auch die Hoffnung auf eine ewige Herrlichkeit genommen wurde. Das Wort Gottes aber steht fest und seine Wahrheit wird nicht vergehen. Es bezeugt die Tatsache, daß wir alle eines Tages vor dem Thron Gottes erscheinen müssen, um Rechenschaft für unser Leben zu geben. Diese Stunde wird entweder eine Stunde der Freude und Glückseligkeit oder unendlicher Trauer sein. Menschen auf diesen Zeitpunkt vorzubereiten, sie zu ermutigen, die Erlösung in Jesus Christus zu ergreifen und das Geschenk des ewigen Lebens anzunehmen, ist Teil unseres missionarischen Dienstes.

Drittens: Glaubensstärkung der Brüder und Schwestern

Wir sehen die Notwendigkeit, die Gläubigen in Wort und Gemeinschaft zu stärken. Viele Menschen, die heute noch einen Bezug zum christlichen Glauben haben und sich selbst als religiös bezeichnen, haben keinen Kontakt zu einer lebendigen Gemeinde oder zur Versammlung der Christen. Sie leben ihren Glauben rein privat, ohne in einer Gemeinschaft von Gläubigen verbindlich eingebunden zu sein. Wir haben uns deshalb zum Ziel gesetzt, Gottesdienste, Gebetsversammlungen und Bibelstunden ins Leben zu rufen, um die Gemeinschaft der Gläubigen in Wort, Gebet und Lobpreis zu stärken.

Viertens: Jüngerschaft / Zurüstung zum Dienst

Es gibt viele Gläubige, die in eine Kirche oder eine Glaubensgemeinschaft gehen, ohne jedoch auf einen Dienst in der Gemeinde vorbereitet zu sein. Viele geben sich auch damit zufrieden, einfach nur an einem Gottesdienst teilzunehmen, ohne die Wahrheit des Evangeliums angenommen zu haben, daß die Gläubigen im Dienst für Gott stehen. Dementsprechend ist jeder Gläubige auch aufgefordert, seine Gaben zum Nutzen aller einzusetzen. Da es hier oftmals an Verständnis mangelt oder aber in Kirchen und Gemeinden keine Möglichkeit der persönlichen Zurüstung gegeben ist, haben wir uns das Ziel gesetzt, solche Gläubige, die im Herrn weitergehen und sich zum Dienst zurüsten lassen wollen, mit dem notwendigen theoretischen Wissen und den praktischen Fähigkeiten auszustatten. Dies geschieht durch Jüngerschafts-Kurse und Seminararbeiten, die wir in Kleingruppen ausüben. Es geht hier in erster Linie um die Befähigung, entsprechend dem Wort Gottes in einem Team bzw. kleinem Kreis die eigene Berufung zu erkennen und sie auszuleben.

Fünftens: Mildtätige Zwecke

Derzeit noch nicht aufgenommen, aber angedacht, sind mildtätige Hilfsdienste in Form einer Kleider- bzw. Brotkammer, um bedürftigen Menschen mit diesen notwendigen Dingen der Grundversorgung beizustehen.

 
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